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3 Minuten Lesezeit (526 Wörter)

Block Gfrasta Ü30 - Part 1

Bloc-House

Tag 1

FAAAAAWK! – mit diesem einen Wort kann ich den ersten Tag des Block Gfrasta Bewerbs im BlocHouse zusammenfassen. Nach 3 Stunden bouldern ohne Pause und 31 Kreuzerln auf meinem Sammelpass halte ich ein kühles Bier und fürchte mich vor dem Wecker am nächsten Tag. Das Aufwachen war, wie immer nach einer kompletten Zerstörung des Systems Mensch, in etwa so, als wäre gerade der Panzes des Todes über mich hinweggerollt.

In meiner jetzt fast 15-jährigen Kletterkarriere habe ich an vielen Bewerben in Österreich teilgenommen. Anfangs noch in dem Boulderkammerl der Xciting Fun Hall, später dann bei der Bouldernight des CAC und auch bei A-Cups konnte ich vor 10 Jahren noch halbwegs reüssieren mit 2-4 Tops in der Quali, aber keiner einzigen Finalteilnahme. Spaßbewerbe wie der KIOT-Bouldercup in Lienz und der Union Hallen Cup in Graz standen jedes Jahr in meinem Kalender bis….ja bis das Wettkampfbouldern zu dem wurde was es heute ist. Eine Mischung aus brutaler Kraft, Geschicklichkeit, Balance, Technik und Bewegungen die mit Bouldern bzw. Klettern nur mehr am Rande zu tun haben.

Sport entwickelt sich weiter, der Mensch wird aber älter und mit Mitte 30 ist man zwar noch lange nicht am Ende seiner Leistungsfähigkeit aber hier und da zwickt der Ellbogen, Triple-Dynos müssen lange geübt werden bis sie dann erst nicht nicht geschafft werden und das Halten von kleinen Leisten ist zu einem Hulk-ähnlichen Draufgedresche und Geklatsche auf offene Griffe und Auflegern geworden wo meine unterentwickelten Herpressqualitäten nicht gerade mithalten können. Und dann auch noch diese unsäglichen Griffe mit partiellen glatten Stellen und Volumenboulder und jetzt auch noch Volumes die abschnittsweise glatt und rau sind. What the….?!?! Einfach irre was sich in den letzten Jahren getan hat!

Boulderwettkämpfe habe ich schon vor ein paar Jahren abgeschrieben. Ich schaffte es heuer nicht einmal mich zum Union Cup aufzuraffen, der von guten Bekannten und Freunden aus der Grazer Kletterszene liebevoll aufgezogen wird und an dem ich schon alleine der Unterstützung und der Wertschätzung dieser Arbeit wegen teilnehmen sollte.

Und jetzt? Ich ließ mir einfach einen Sammelpass geben und hab' mir nix dabei gedacht.

Zusammen mit Freunden startete ich in diesen Boulderbewerb und war schon nach dem ersten Kreuzerl angefixed. Was für ein Lauf! Einsteiger, Übungen, Aufgaben, heute ist es mir richtig reingelaufen. Mit der richtigen Beta konnte ich auch den violetten 20er – eine Leistenkleschersau – flashen und dabei ein paar Jungspunde mit dickeren Unterarmen und Sixpack alt aussehen lassen. Ein gutes Gefühl, das geb' ich zu, auch wenn ich am Ende des Monats höchstwahrscheinlich weiter hinten in der Rangliste stehen werde.

Das Format der Bloc Gfrasta ist ja nichts Neues und gibt es in Deutschland bei verschiedenen Bewerben ja schon länger. Es bedeutet Kundenbindung, Konkurrenz und somit auch Motivation und natürlich jede Menge Spaß gepaart mit einer Portion Ehrgeiz. Die letzten Male habe ich nicht teilgenommen, auch weil ich nicht mehr in Graz wohne und maximal 1x/Woche in das BlocHouse komme, und wenn Felsen trocken sind zieht es mich doch eher nach draußen.

Zugegeben, aus heutiger Sicht war das ein Fehler. Die Bloc Gfrasta sind ein ausgezeichnetes Wettkampfformat, das Österreich bzw. Graz sich schon lange verdient hatte – man kann das gesamte Team des BlocHouse nur beglückwünschen diese Veranstaltung in Graz eingeführt zu haben!

Ort (Karte)

Puchstraße 17-21, 8020 Graz, Österreich
"Arco Shopping Queen"
Blockgfrast ü50
 

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