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2 Minuten Lesezeit (385 Wörter)

Das Leben in der Hand

Das Leben in der Hand

"Was? Du kletterst? Aber das ist ja gefährlich!"
So mancher von uns mag wohl diesen Satz schon mal gehört haben. Leichtfertig fällt oft die Antwort aus – ein "ich pass' eh auf" oder "ich klettere ja eh keine schwere Sachen" soll dann meist beruhigen. Doch der Schein trügt: In jeder Sekunde in der vertikalen Welt können wir uns auf einer Gratwanderung zwischen Leben und Tod befinden.

Immer wieder liest man Berichte über Kletterunfälle, sowohl in der Halle oder auch in der freien Natur. Herr M., der gerade einen Grundkurs absolviert hat, liegt nun im Krankenhaus, aber auch Frau S., die schon jahrelang klettert, ist vor kurzem am Berg verunfallt. Diese Geschichten ermahnen uns zur Vorsicht. Als Kletterliebhaber fühlt man ganz besonders mit, denn man kennt die Leidenschaft, die dieser Sport auf einen ausübt, nur allzu gut. Doch bewirken diese Nachrichten etwas? Natürlich hält man kurz inne und denkt nach. Doch wie lange? Sind wir dann wirklich vorsichtiger? Und ab wann ist man vorsichtig genug?

Klettern ist halt einfach cool.
Menschenmassen überschwemmen heutzutage die Kletterhalle, dass es ärger fast nicht mehr geht. Wenn man zu Stoßzeiten wenigstens eine freie Route findet, kann man sich glücklich schätzen. Auch in Klettergärten steigt man sich mittlerweile gegenseitig auf die Füße. Jedoch scheint es, dass je mehr Leute der Kletterszene beitreten, desto mehr wird das Risikobewusstsein in den Hintergrund gedrängt. Wenn der Nachbar im Sitzen sichert, dann geht das anscheinend in Ordnung und wenn der da drüben andauernd mit seinem Nachbar quatscht, dann kann ich das ja vielleicht auch hin und wieder tun?

Fortgeschritten oder selbstüberschätzt?
Man mag ja meinen, es gibt einen Unterschied zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen. Doch, wo liegt die Grenze? Jeder, der schon länger klettert, wird seinen fixen Kletterpartner – wo auch das Vertrauen passt – natürlich einem Anfänger als Sicherer vorziehen. Eine jahrelange Erfahrung und eine eingeübtere Sicherungstechnik sind nur ein paar dafür ausschlaggebende Faktoren. Als langjähriger Kletterer kann man froh sein, wenn man die Anfangszeit "unbeschadet" und ohne gröbere Unfälle überstanden hat. Doch: gibt es so einen Punkt? Ein Punkt, der das Ende der Anfangszeit markiert und somit aus einem Anfänger einen Fortgeschrittenen macht? Und wenn es ihn gibt, wiegt er uns dann nicht in einer falschen Sicherheit, die durch Selbstüberschätzung geprägt wird? Und ist genau dieser Punkt daher dann nicht fast die größte Gefahr für uns Kletterer?

Training, oder sowas in der Art!?
Bouldertrip Petrohrad Fazit
 

Kommentare 16

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Flo am Montag, 28. Januar 2013 20:50

ich denke auch, dass eine der größten gefahren darin liegt sich zu sicher zu fühlen...umso öfter man etwas macht, umso eher wird es zur gewohnheit und nur aus gewohnheit zu handel führt wohl selten zu etwas gutem...

so sichert mancher anfänger wahrscheinlich bewusster und mehr mit hirn als so mancher oldie...außerdem sind die "alten" eher lernressistent was neue sicherungsmethoden etc. angeht (bspw. gaswerk-methode grigri)

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ich denke auch, dass eine der größten gefahren darin liegt sich zu sicher zu fühlen...umso öfter man etwas macht, umso eher wird es zur gewohnheit und nur aus gewohnheit zu handel führt wohl selten zu etwas gutem... so sichert mancher anfänger wahrscheinlich bewusster und mehr mit hirn als so mancher oldie...außerdem sind die "alten" eher lernressistent was neue sicherungsmethoden etc. angeht (bspw. gaswerk-methode grigri)
nixtuer am Dienstag, 29. Januar 2013 12:05

dass gewohnheit gefährlich werden kann sehe ich auch so. aber dass anfänger 'bewusster und mit mehr hirn' sichern glaube ich absolut nicht! dafür habe ich leider schon zuviel gesehen und erlebt.
die frage ist natürlich die definition von anfänger und fortgeschritten. wobei fortgeschritten nicht wirklich was mit erfahren zutun hat.
ich bin ausserdem der meinung dass es beim sichern riesen unterschiede macht ob jemand nur in halle und/oder garten hampelt, oder ob es ein alpinkraxler ist der (meiner meinung nach) etwas mehr über sicherheit nachdenkt und die gefahren stärker wahrnimmt.
problem ist natürlich auch dass viele leute einen halbautomaten oder ähliches als 'sicheres'gerät und nicht nur als sicherungsgerät sehen.
dass leute die schon zig jahre klettern mit neumodischen schnick-schnack nicht immer gut zurechtkommen bzw nicht alles annehmen verstehe ich auch. wenn man im laufe seiner kletterkarriere erlebt wie sich die lehrmeinungen ständig ändern (was gestern sicher und richtig ist heute gefährlich und falsch, und morgen eventuell wieder ganz anders) wird man sich eben auch überlegen was für einen selbst das richtige ist.
müsste ich zb entscheiden zwischen einem mir unbekannten oldschoolkraxler der mich mit 8er oder hms sichert und einem anderen unbekannten newbie der mich mit dem smart sichert würde ich mich sicher für den erfahrenen sicherer entscheiden.

wie auch immer, dass man sich als kletterer einem gewissen risiko (so wie bei den meisten sportarten) aussetzt sollte jedem bewusst sein. und jedem kann etwas passieren, fehler passieren und das unmöglichste wird wahrscheinlich als erstes eintreten. ein sicherungsfehler ist nur ein teil der gefahren.

was das sichern angeht so sehe ich die gefahren in den einfachen routen am höchsten weil sich da sicherer und kletterer wohl am sichersten fühlen. ich schreibe aus erfahrung ;-) zum glück ist bei diesem 4-5meter grounder nix passiert.

also weiterhin aufpassen und überlegt handeln.

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dass gewohnheit gefährlich werden kann sehe ich auch so. aber dass anfänger 'bewusster und mit mehr hirn' sichern glaube ich absolut nicht! dafür habe ich leider schon zuviel gesehen und erlebt. die frage ist natürlich die definition von anfänger und fortgeschritten. wobei fortgeschritten nicht wirklich was mit erfahren zutun hat. ich bin ausserdem der meinung dass es beim sichern riesen unterschiede macht ob jemand nur in halle und/oder garten hampelt, oder ob es ein alpinkraxler ist der (meiner meinung nach) etwas mehr über sicherheit nachdenkt und die gefahren stärker wahrnimmt. problem ist natürlich auch dass viele leute einen halbautomaten oder ähliches als 'sicheres'gerät und nicht nur als sicherungsgerät sehen. dass leute die schon zig jahre klettern mit neumodischen schnick-schnack nicht immer gut zurechtkommen bzw nicht alles annehmen verstehe ich auch. wenn man im laufe seiner kletterkarriere erlebt wie sich die lehrmeinungen ständig ändern (was gestern sicher und richtig ist heute gefährlich und falsch, und morgen eventuell wieder ganz anders) wird man sich eben auch überlegen was für einen selbst das richtige ist. müsste ich zb entscheiden zwischen einem mir unbekannten oldschoolkraxler der mich mit 8er oder hms sichert und einem anderen unbekannten newbie der mich mit dem smart sichert würde ich mich sicher für den erfahrenen sicherer entscheiden. wie auch immer, dass man sich als kletterer einem gewissen risiko (so wie bei den meisten sportarten) aussetzt sollte jedem bewusst sein. und jedem kann etwas passieren, fehler passieren und das unmöglichste wird wahrscheinlich als erstes eintreten. ein sicherungsfehler ist nur ein teil der gefahren. was das sichern angeht so sehe ich die gefahren in den einfachen routen am höchsten weil sich da sicherer und kletterer wohl am sichersten fühlen. ich schreibe aus erfahrung ;-) zum glück ist bei diesem 4-5meter grounder nix passiert. also weiterhin aufpassen und überlegt handeln.
Flo am Dienstag, 29. Januar 2013 15:26

also mit anfänger meine ich natürlich einen gut eingeschulten Neuling...vernünftigen kurs mit vernünftigen ausbildner gemacht...oder wirklich beigebracht von freunden, mit geduld und sorgfalt (nicht einmal schnell zeigen wie man richtig seil einlegt und das wars)...

und das sich lehrmeinungen ändern ist nicht nur im klettersport gang und gebe...aber grad wenn es um mein leben geht, finde ich kann man sich schon ab und zu informieren

ansonsten gib ich dir natürlich recht...wobei ich nicht verstehe warum jmd beim sportklettern mit hms sichern sollte ...

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also mit anfänger meine ich natürlich einen gut eingeschulten Neuling...vernünftigen kurs mit vernünftigen ausbildner gemacht...oder wirklich beigebracht von freunden, mit geduld und sorgfalt (nicht einmal schnell zeigen wie man richtig seil einlegt und das wars)... und das sich lehrmeinungen ändern ist nicht nur im klettersport gang und gebe...aber grad wenn es um mein leben geht, finde ich kann man sich schon ab und zu informieren ;) ansonsten gib ich dir natürlich recht...wobei ich nicht verstehe warum jmd beim sportklettern mit hms sichern sollte :o...
nixtuer am Dienstag, 29. Januar 2013 19:36

servus flo,
aber genau da stellt sich wieder die frage wie man anfänger definiert.
ich selbst klettere seit ca 6 jahren, im letzten jahr war ich knapp 40 tage in alpinen- bzw alpinensportkraxeleien und sehe mich maximal als fortgeschrittener. in echt bin ich anfänger mit ein bisserl erfahrung, andere leute sehen das sicherlich anders. zu lernen und das neu gelernte zu festigen wirds immer was geben. ich bin aber überzeugt dass ich weit mehr wissen, können und erfahrung habe als jemand der erst vor kurzem einen kurs (wie gut der auch immer gewesen ist) habe.
aber in echt wurscht, es muss eh jeder für sich selbst wissen was er kann und sich bzw seinem seilpartner zutraut.

das mim hms war ja nur ein blödes beispiel. aber wieso soll man ihn nicht verwenden wenn man damit umgehen kann ;-) er hat jedenfalls eine weit höhere bremskraft als ein tuber.

ich selbst verwende im normalfall fürs sportkraxeln ein grigri2 und fürs alpine den hms.



sorry bettina wenn ich ein bissl vom thema abgekommen bin, aber mir is heute bissl langweilig gewesen, und kletterwetter ist leider auch keines :-)

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servus flo, aber genau da stellt sich wieder die frage wie man anfänger definiert. ich selbst klettere seit ca 6 jahren, im letzten jahr war ich knapp 40 tage in alpinen- bzw alpinensportkraxeleien und sehe mich maximal als fortgeschrittener. in echt bin ich anfänger mit ein bisserl erfahrung, andere leute sehen das sicherlich anders. zu lernen und das neu gelernte zu festigen wirds immer was geben. ich bin aber überzeugt dass ich weit mehr wissen, können und erfahrung habe als jemand der erst vor kurzem einen kurs (wie gut der auch immer gewesen ist) habe. aber in echt wurscht, es muss eh jeder für sich selbst wissen was er kann und sich bzw seinem seilpartner zutraut. das mim hms war ja nur ein blödes beispiel. aber wieso soll man ihn nicht verwenden wenn man damit umgehen kann ;-) er hat jedenfalls eine weit höhere bremskraft als ein tuber. ich selbst verwende im normalfall fürs sportkraxeln ein grigri2 und fürs alpine den hms. sorry bettina wenn ich ein bissl vom thema abgekommen bin, aber mir is heute bissl langweilig gewesen, und kletterwetter ist leider auch keines :-)
Bettina Schenekar am Dienstag, 29. Januar 2013 20:26

Also ich find das gut so, ich wollte ja zum Nachdenken anregen

Und ich bin ebenfalls der Meinung, dass gerade in leichten Routen die größte Gefahr lauert (ungutes Sturzgelände und Leichtfertigkeit seien nur die ersten Stichworte...) Die richtige Wahl des Sicherungsgerätes für Anfänger ist außerdem ebenfalls ein breites Thema, wo sich die Meinungen spalten, und das würde einen eigenen Blog zur Genüge ausfüllen...

Tatsache ist, dass Massen in die Kletterhalle strömen, weil es einfach "cool" ist. Und wenn dann mal ein Unfall passiert, sind alle total geschockt und es wird in den Medien groß berichtet...
Einige Aktionen von Nachbarseilschaften lösen sicherheitstechnisch alleine nur beim Beobachten schon Magenkrämpfe aus. Dass sich die Zahl der Unfälle im Gegensatz dazu vergleichsweise dann doch erstaunlich gering hält, ist meiner Meinung nach dann nicht mehr so vielen bewusst...

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Also ich find das gut so, ich wollte ja zum Nachdenken anregen :) Und ich bin ebenfalls der Meinung, dass gerade in leichten Routen die größte Gefahr lauert (ungutes Sturzgelände und Leichtfertigkeit seien nur die ersten Stichworte...) Die richtige Wahl des Sicherungsgerätes für Anfänger ist außerdem ebenfalls ein breites Thema, wo sich die Meinungen spalten, und das würde einen eigenen Blog zur Genüge ausfüllen... Tatsache ist, dass Massen in die Kletterhalle strömen, weil es einfach "cool" ist. Und wenn dann mal ein Unfall passiert, sind alle total geschockt und es wird in den Medien groß berichtet... Einige Aktionen von Nachbarseilschaften lösen sicherheitstechnisch alleine nur beim Beobachten schon Magenkrämpfe aus. Dass sich die Zahl der Unfälle im Gegensatz dazu vergleichsweise dann doch erstaunlich gering hält, ist meiner Meinung nach dann nicht mehr so vielen bewusst...
Stäph M am Dienstag, 29. Januar 2013 21:59

@Flo und nixtuer:
Zwei Erfahrungen von mir die schon einige Jahre zurückliegen.
Person A, von mir eingeschulte Kletterkollegin, aufmerksam, zuverlässig und hatte auch schon einige Sicherungstage. Sichert mich in einer Sportkletterroute wo weiter oben ein 2m waagrechtes Dach ist mit Kante und dann noch einige Meter überhängendes Gelände. Ich bin dann ein paar Meter über der Dachkante gestürzt und die Kletterkollegin ließ mich in einem perfekten Halbkreis auf die Dachkante zurasen die ich gerade noch mit den Füßen erwischt habe. 50cm mehr Seil und ich hätte mir da die Nuss aufgeknackt und könnte diese Zeilen nicht schreiben.
Person B hat bei mir einen Kurs besucht, unter Anleitung nie auch nur ein Fehler beim sichern. Sicherte mich im Vorstieg ganz souverän und am Umlenker hatten wir Sichtkontakt und nickten uns zu, trotzdem bin ich ungebremst nach unten gefahren sobald ich mich reingesetzt habe. Ich habe dann das andere Seilende gepackt und mich so selber abgestoppt, denn ansonsten siehe oben...Nuss aufknacken
Daher lasse ich mich sicher nicht mehr von einem Anfängerhallodri mit Halbautomaten sichern, der Flo ist da jetzt eine Ausnahme - obwohl Anfängerhallodri mit Halbautomat
Da kann ich ja gleich aus dem Fenster springen und hoffen das unten ein Cabrio-LKW mit Schaumstoffschnipseln vorbeifährt.

Abgesehen davon: das eingeschränkte (sicherheits-)bewusstsein liegt mMn auch in der kursmentalität. hier lernen alle möglichen pfitschigogerl und anständige leute, dass klettern eh voll lässig und chillig ist, dass wir uns allerdings in höhen bewegen die den schieren existenzverlust bedeuten checkt da noch niemand. viel zu sehr ist man mit den bunten riesenhenkeln beschäftigt die man nach und nach emporklimmt.
der fels ist noch immer viel mehr respekteinflößender und auch "bedrohlicher", da ist man ganz anders konzentriert - deshalb: anfänger raus mit euch (entweder ihr bringt jemanden um, oder ihr bringt euch um, oder beide überleben und ihr werdet viele jahre tolle klettererlebnisse haben [natürliche auslese ist das dann *gg*])
und einige müssen auch lernen, dass der der klettert gar nicht so wichtig ist, sondern der der sichert immer ein menschenleben in seinen händen hält, somit also die eindeutig wichtigere person in diesem moment ist.

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@Flo und nixtuer: Zwei Erfahrungen von mir die schon einige Jahre zurückliegen. Person A, von mir eingeschulte Kletterkollegin, aufmerksam, zuverlässig und hatte auch schon einige Sicherungstage. Sichert mich in einer Sportkletterroute wo weiter oben ein 2m waagrechtes Dach ist mit Kante und dann noch einige Meter überhängendes Gelände. Ich bin dann ein paar Meter über der Dachkante gestürzt und die Kletterkollegin ließ mich in einem perfekten Halbkreis auf die Dachkante zurasen die ich gerade noch mit den Füßen erwischt habe. 50cm mehr Seil und ich hätte mir da die Nuss aufgeknackt und könnte diese Zeilen nicht schreiben. Person B hat bei mir einen Kurs besucht, unter Anleitung nie auch nur ein Fehler beim sichern. Sicherte mich im Vorstieg ganz souverän und am Umlenker hatten wir Sichtkontakt und nickten uns zu, trotzdem bin ich ungebremst nach unten gefahren sobald ich mich reingesetzt habe. Ich habe dann das andere Seilende gepackt und mich so selber abgestoppt, denn ansonsten siehe oben...Nuss aufknacken ;) Daher lasse ich mich sicher nicht mehr von einem Anfängerhallodri mit Halbautomaten sichern, der Flo ist da jetzt eine Ausnahme - obwohl Anfängerhallodri mit Halbautomat :D Da kann ich ja gleich aus dem Fenster springen und hoffen das unten ein Cabrio-LKW mit Schaumstoffschnipseln vorbeifährt. Abgesehen davon: das eingeschränkte (sicherheits-)bewusstsein liegt mMn auch in der kursmentalität. hier lernen alle möglichen pfitschigogerl und anständige leute, dass klettern eh voll lässig und chillig ist, dass wir uns allerdings in höhen bewegen die den schieren existenzverlust bedeuten checkt da noch niemand. viel zu sehr ist man mit den bunten riesenhenkeln beschäftigt die man nach und nach emporklimmt. der fels ist noch immer viel mehr respekteinflößender und auch "bedrohlicher", da ist man ganz anders konzentriert - deshalb: anfänger raus mit euch (entweder ihr bringt jemanden um, oder ihr bringt euch um, oder beide überleben und ihr werdet viele jahre tolle klettererlebnisse haben [natürliche auslese ist das dann *gg*]) und einige müssen auch lernen, dass der der klettert gar nicht so wichtig ist, sondern der der sichert immer ein menschenleben in seinen händen hält, somit also die eindeutig wichtigere person in diesem moment ist.
Flo am Dienstag, 29. Januar 2013 22:09

na hätte person B einen halbautomaten gehabt wärst kaum beim umlenker ungebremst runter...es sei denn er ist wirklich ein vollhonk und hat während des ablassens versucht sich, mit dem hebel vom grigri einen popel aus der nase zu entfernen...wobei dann hätte er wahrscheinlich seinen klettergurt auch um die brust gebunden gehabt

bin für bouldern...da brauch ich nur ne matte..und spotten ist für mädchen O.o

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na hätte person B einen halbautomaten gehabt wärst kaum beim umlenker ungebremst runter...es sei denn er ist wirklich ein vollhonk und hat während des ablassens versucht sich, mit dem hebel vom grigri einen popel aus der nase zu entfernen...wobei dann hätte er wahrscheinlich seinen klettergurt auch um die brust gebunden gehabt :D bin für bouldern...da brauch ich nur ne matte..und spotten ist für mädchen O.o
nixtuer am Dienstag, 29. Januar 2013 22:46

@ flo: und war es bei person A wirklich können oder glück weil sie einfach im richtigen moment zugemacht hat? mim halbautomaten is das dynamische sicher ja auch net grad das optimalste ;-) was hatte sie für ein teil?
ich weiss eh, in echt wurscht haupsache es ist gut ausgegangen.
wobei sowas in einer msl ohne sichtkontakt sowieso wieder ganz anders ausschaut.

wenn man schaut wieviel glück die ganz grossen alpinisten in ihrem kletterleben schon hatten merkt man auch dass nicht alles nur am können liegt ;-) allerdings möchte ich mich auf keinen fall nur auf mein glück verlassen und bin froh dass ich seilpartner habe bei denen ich mich gut aufgehoben fühle.


bin für bouldern...da brauch ich nur ne matte..und spotten ist für mädchen O.o

ich bin für richtig schön alpine kraxeleien, da 'darf' man sowieso net stürzen also kann auch nix passieren

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@ flo: und war es bei person A wirklich können oder glück weil sie einfach im richtigen moment zugemacht hat? mim halbautomaten is das dynamische sicher ja auch net grad das optimalste ;-) was hatte sie für ein teil? ich weiss eh, in echt wurscht haupsache es ist gut ausgegangen. wobei sowas in einer msl ohne sichtkontakt sowieso wieder ganz anders ausschaut. wenn man schaut wieviel glück die ganz grossen alpinisten in ihrem kletterleben schon hatten merkt man auch dass nicht alles nur am können liegt ;-) allerdings möchte ich mich auf keinen fall nur auf mein glück verlassen und bin froh dass ich seilpartner habe bei denen ich mich gut aufgehoben fühle. [quote]bin für bouldern...da brauch ich nur ne matte..und spotten ist für mädchen O.o[/quote] :p ich bin für richtig schön alpine kraxeleien, da 'darf' man sowieso net stürzen also kann auch nix passieren :p
Santiago Lena de Terry am Dienstag, 29. Januar 2013 23:10

hat sich in dieser runde schon jemend beim seilklettern, bouldern oder sonst wo verletzt?

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hat sich in dieser runde schon jemend beim seilklettern, bouldern oder sonst wo verletzt?
Flo am Mittwoch, 30. Januar 2013 12:38

gsd bis jetzt nicht...*aufholzklopf*

aber ich kenn jmden den es mal im cac, beim bouldern zieml runterg'wuchtet hat

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gsd bis jetzt nicht...*aufholzklopf* aber ich kenn jmden den es mal im cac, beim bouldern zieml runterg'wuchtet hat :)
Santiago Lena de Terry am Mittwoch, 30. Januar 2013 12:52

eben... egal wo, egal wie, es kann immer was passiern!
net so viel scheißen mehr klettern!!

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eben... egal wo, egal wie, es kann immer was passiern! net so viel scheißen mehr klettern!!
Bettina Schenekar am Mittwoch, 30. Januar 2013 12:30

Also ich hab selber mal einen Sturz gehalten, der in einem eingedrehten dynamischen Zug passierte. Ich hab versucht, gut dynamisch zu sichern. Der Kletterer war über der Exe und so hatte er einiges an Fallhöhe, in der er sich im Sturz aufgrund der spannungsreichen Zug-Anfangsposition ziemlich eindrehte. Die Folge war dann ein abendlicher Besuch im UKH, wo man aber glücklicherweise nichts weiter Schlimmes feststellte.
Im Nachhinein gesehen wäre es wahrscheinlich besser gewesen, den Kletterer komplett hart abzufangen, damit er so weniger Möglichkeit zum Verdrehen gehabt hätte. Solche Dinge kann man zwar theoretisch lernen, aber wir alle wissen, dass die Praxis dann komplett anders aussieht... Das lernt man auch nicht bei einem Kurs, sowas lernt man nur mit der Erfahrung. Und man kann froh sein, wenn im Zuge vom "Erfahrung sammeln" (ich nenne es jetzt nun mal absichtlich so) keine allzu grobe Unfälle passieren... Doch wann hat man genug Erfahrung? Das ist ja die Crux...

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Also ich hab selber mal einen Sturz gehalten, der in einem eingedrehten dynamischen Zug passierte. Ich hab versucht, gut dynamisch zu sichern. Der Kletterer war über der Exe und so hatte er einiges an Fallhöhe, in der er sich im Sturz aufgrund der spannungsreichen Zug-Anfangsposition ziemlich eindrehte. Die Folge war dann ein abendlicher Besuch im UKH, wo man aber glücklicherweise nichts weiter Schlimmes feststellte. Im Nachhinein gesehen wäre es wahrscheinlich besser gewesen, den Kletterer komplett hart abzufangen, damit er so weniger Möglichkeit zum Verdrehen gehabt hätte. Solche Dinge kann man zwar theoretisch lernen, aber wir alle wissen, dass die Praxis dann komplett anders aussieht... Das lernt man auch nicht bei einem Kurs, sowas lernt man nur mit der Erfahrung. Und man kann froh sein, wenn im Zuge vom "Erfahrung sammeln" (ich nenne es jetzt nun mal absichtlich so) keine allzu grobe Unfälle passieren... Doch wann hat man genug Erfahrung? Das ist ja die Crux...
nixtuer am Mittwoch, 30. Januar 2013 09:49

meine frage oben ging natürlich nicht an flo sondern an stephan

verletzt habe ich mich (zum glück) noch nicht ernsthaft.

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meine frage oben ging natürlich nicht an flo sondern an stephan ;) verletzt habe ich mich (zum glück) noch nicht ernsthaft.
Flo am Mittwoch, 30. Januar 2013 12:37

muh? frage?...hab ich was überlesen?

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muh? frage?...hab ich was überlesen? :D
Stäph M am Mittwoch, 30. Januar 2013 11:28

@nixtuer: wenn ich allerdings 2m mehr seil bekommen hätte, dann wäre ich unter das dach geflogen ohne aufzuklatschen, also sowohl Person A als auch B haben ziemlich scheiße gesichert, deswegen lege ich mein Leben sicher nicht mehr in das von Anfängern oder Personen die ich nicht kenne!

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@nixtuer: wenn ich allerdings 2m mehr seil bekommen hätte, dann wäre ich unter das dach geflogen ohne aufzuklatschen, also sowohl Person A als auch B haben ziemlich scheiße gesichert, deswegen lege ich mein Leben sicher nicht mehr in das von Anfängern oder Personen die ich nicht kenne!
nixtuer am Mittwoch, 30. Januar 2013 12:08

mit 2meter mehr seil geben ists halt bei einem halbautomaten der beim sportklettern meist verwendet wird aber eben auch sehr schwierig bis unmöglich.

dass du dir die person die dich sichert gut aussuchst ist klar und verständlich.
aber zum teil ist man als 'erfahrener' kraxler schon sehr mitverantwortlich, weil du dem 'unerfahrenen' sicherer eben nicht zutrauen kannst dass er dich richtig-dynimisch sichert.
einen sturz so weit richtig einzuschätzen dass man weiss ob in diesem sekondenbruchteil 1-2 meter seil mehr oder weniger gefährlich sind ist eben nicht ganz einfach.

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mit 2meter mehr seil geben ists halt bei einem halbautomaten der beim sportklettern meist verwendet wird aber eben auch sehr schwierig bis unmöglich. dass du dir die person die dich sichert gut aussuchst ist klar und verständlich. aber zum teil ist man als 'erfahrener' kraxler schon sehr mitverantwortlich, weil du dem 'unerfahrenen' sicherer eben nicht zutrauen kannst dass er dich richtig-dynimisch sichert. einen sturz so weit richtig einzuschätzen dass man weiss ob in diesem sekondenbruchteil 1-2 meter seil mehr oder weniger gefährlich sind ist eben nicht ganz einfach.

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