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8a - #5

8a - #5

Ja, ich projektiere immer noch, auch wenn die Einträge sich hier nun etwas zeitlich mehr voneinander abgrenzen werden - wieso das? Weil es dauernd regnet, der Fels nass ist, der Grip zu wünschen übrig läßt. Mr. Columbo ;)

Nach der letzten beschriebenen Session brauchte ich und auch meine Finger zwei Ruhetage um zu regenerieren. Am Samstagvormittag waren wir dann aber auch schon zu fünft die sich in Mixnitz, beim allerbesten Wirt von Graz Umgebung, trafen.
Mr. Ed und Mike wollen sich die masochistischen Anwandlungen dieses Schmierfinken hier, und der anderen, nicht entgehen lassen.
Als wir am Parkplatz der Bärenschützklamm ankommen nieselt es, deshalb gibt es erst einmal einen Kaffee während es etwas stärker zu regnen beginnt, die Markise  wird dankend für uns ausgefahren um weiter draußen sitzen bleiben zu können und bereits streifen demotivierte Blicke unstet durch die Landschaft und über die Wolken in all ihren Grauschattierungen. Die Katzen des Bauernhofes bekommen eine Extra-Streicheleinheit während auf den verschissenen Sommer geflucht wird und langsam werden andere Pläne geschmiedet.
Warum nicht in die hintere Arena? In die Huatluckn? Doch ins Zigeunerloch? Warum sollten wir? Dort gibt es kein Projekt für uns.

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Im Nieselregen gehen wir zu unseren Projekten, unseren Verabredungen, mit dem Wissen das es heute wohl nicht ideal laufen wird. In unseren Adern fließen mehrere Häferl Kaffee pro Person und alles fühlt sich leicht an während wir - getrieben durch Ignoranz gegenüber dem Wetter - den Zustieg schnell hinter uns bringen. Flow hat Glück, die Oral Spacemen ist komplett trocken und bei unserer Lady, der Gates of Babylon, sind lediglich die Ausstiegsplatte und die obersten Griffe der überhängenden Wand nass. Also aufwärmen für die giftigen Leisten und während es richtig zu regnen beginnt starten wir in die GOB.

Durch die enorm hohe Luftfeuchtigkeit sind die Leisten nicht leichter zu halten und schälen die Haut von den Fingern wie ein Gemüseschäler die Karotten. Morty wechselte von seinen übergroßen Anasazi zu den doch griffigeren Miura, nur gibt es heute hier nicht viel zu holen. Meine ersten Versuche enden, wie sie immer enden, auf den Leisten oder beim Zug zur Sanduhr oder beim austüfteln einer weiteren, einer anderen, Lösung.

Nach einer kurzen Pause wieder dasselbe Spiel. Henkel mit links, Loch mit rechts, Finger gut aufstellen, den Hook platzieren und auf die Leiste mit links, Ägypter auf nicht so guten Tritten, dazugreifen auf die kleine Leiste mit rechts und rausschießen Richtung Sanduhr. Rausgerutscht. Wieder einmal. Wieder ohne eine Chance diese zu halten.

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Zu hastig, zu schnell, zu ungenau die Ausführung. Ich versuche es noch einige Male wo ich die Bewegung besser einleite und langsamer, kontrollierter probiere. Auf den kleinen Leisten kein Kinderspiel aber es wird besser, schon nach drei Versuchen hänge ich für eine kurze Sekunde, oder eine klitzekleine Ewigkeit plus 10, in der Sanduhr bevor die Schwerkraft siegt.
Der nächste Versuch, mit dem Wissen das dieser Zug möglich ist für mich, sitzt! Ich kann zum ersten Mal den zweiten Bolt einhängen.
Was für ein Gefühl! Es geht! Ich kann die Crux klettern!

Ich klettere noch ein paar Meter an guten, aber feuchten Griffen und der anhaltende Regen läßt immer mehr Griffe nass werden. Egal, dieser Tag war immens wichtig, dieser Fortschritt ist wie Himbeersirup im Vanillepudding und Gedanken beginnen zu kreisen.
"Nur noch die letzten Meter. Die Ausstiegsplatte klettern und alles zusammenfügen. Nimm' es nicht zu leicht, trainiere weiter, bleib hart, klettere weiter, bleib hungrig auf das was kommt."
Kurz danach kann Flow alle Züge der Oral Spacemen klettern, prägt sich die obere Schlüsselstelle ein und wird bald mit Durchstiegsversuchen beginnen - was für eine Show!

Das Tag endet, wie er begonnen hat. Bei der Jausenstation, mit zwei Kaffee und drei Bier diesmal!

Falls ihr euch fragt, was ich in der Zwischenzeit mache....Klimmzüge, Drops, Negs, Frenchies, Unevens, dead hangs, Plastikbouldern und Oh Gott, ich nehm's mir wirklich jeden Abend vor zu dehnen, aber das sollen die Yogaheinis machen wenn's wollen. Nein, heute mach ich's. Ganz bestimmt. Ja. Ehrlich.

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Baustellenbesuch im Boulderclub Graz
Baustellenbesuch im Bloc House Graz
 

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